Zahnimplantate Behandlungsablauf

Planbare Ergebnisse dank computernavigierter Implantologie

Viele Patienten, die sich zum ersten Mal mit Zahnimplantaten beschäftigen, stellen sich eine Implantatbehandlung kompliziert und langwierig vor. Das muss sie aber gar nicht sein. A und O eines jeden implantologischen Eingriffs sind eine sorgfältige Diagnostik und umfassende 3D-Implantatplanung. Uns macht es viel Spaß, gemeinsam mit Ihnen, liebe Patienten, die Implantate zu planen, zumal sie schon am Bildschirm sehen können, wie das fertige Ergebnis einmal aussehen ist und wofür es sich lohnt, am Ball zu bleiben.

Übrigens: Es dauert nur 15 Minuten, ein Implantat zu setzen. Falls ein Knochenaufbau notwendig ist, kann es etwas länger dauern. Schmerzen werden Sie keine haben. Dafür sorgen wir. Und dank eines provisorischen Zahnersatzes während der Wartezeit bis zum krönenden Abschluss, der Versorgung mit dem sichtbaren Teil des Zahnersatzes, können Sie ganz normal essen, trinken und lächeln. Sprechen Sie uns an.

Sechs Schritte bis zum Zahnimplantat: der Behandlungsablauf

  • Phase 1: Beratungs- und Untersuchungstermin

    Es ist uns sehr wichtig, dass wir uns beim ersten gemeinsamen Termin gegenseitig kennenlernen. Wir sind eine Zahnarztpraxis mit den Schwerpunkten Oralchirurgie und Implantologie. Deshalb möchten wir uns vor der Behandlung ein genaues Bild von Ihrer Situation und Ihren Wünschen machen. Dies gilt umso mehr, wenn ein Kollege Sie überwiesen hat und wir Sie noch nicht kennen. Während des Gesprächs werden wir Ihnen viele Fragen zu Ihrer Krankengeschichte stellen. Hierbei interessieren uns vor allem

    • chronische Vorerkrankungen und
    • regelmäßig eingenommene Medikamente.

    Je mehr wir über eventuelle Vorerkrankungen wissen, desto komplikationsloser und sicherer die spätere Behandlung.

    Zählen Sie zu den Patienten mit zahnlosem Kiefer und wünschen sich eine All-on-4-Versorgung (feste dritte Zähne an einem Tag)? In diesem Fall sind Fotos aus früheren Zeiten hilfreich, die Ihre Zähne beim Lächeln zeigen.

    Besprechung Ihrer Wünsche

    Daneben interessieren uns vor allem Ihre Wünsche. Was erwarten Sie von Ihrem festsitzenden Zahnersatz? Haben Sie schon konkrete Vorstellungen von Ihrer zukünftigen Versorgung? Möchten Sie Fragen klären und Zweifel ausräumen? Bei uns finden Sie ein offenes Ohr und viel Zeit für all Ihre Anliegen.

    Erstuntersuchung

    Nach Klärung der wichtigsten Fragen schließt sich die eigentliche Untersuchung an. Sie umfasst eine klinische Untersuchung Ihres Kauapparates, eine grafische Erfassung Ihres Zahnstatus und digitale Röntgenaufnahmen. Im Anschluss erfahren Sie, unter welchen Voraussetzungen eine Implantatversorgung bei Ihnen möglich ist, welche Optionen es für Sie gibt und ob Ihre Wunschversorgung realisierbar ist.

    Mit diesen Informationen legen wir gemeinsam ein Ziel fest und planen anschließend die notwendigen Therapieschritte.

  • Phase 2: Therapie- und Implantatplanung

    Zunächst untersuchen wir, welche Ausgangssituation bei Ihnen vorliegt, damit wir Ihre Zahnimplantate individuell planen können:

    • manuelle Untersuchung Ihres Mundraums
    • eventuell manueller Funktionstest
    • Röntgenaufnahmen (Panorama-Röntgenaufnahmen)
    • Modellerstellung auf Basis eines digitalen Scans (ohne lästige Abformmasse)
    • für die Detaildiagnostik: dreidimensionale Röntgenaufnahmen mit dem DVT (digitalen Volumentomografen)
    • seltener: Computertomografie (CT)

    In einfacheren Fällen und bei Einzelimplantaten können wir Ihr Implantat häufig anhand von herkömmlichen Röntgenaufnahmen planen. Dies trifft vor allem dann zu, wenn Ihr Kieferknochen noch weitgehend intakt ist. Im Vorfeld von aufwendigen Implantatversorgungen liefern 3D-Röntgenaufnahmen aus dem DVT-Gerät (DVT = digitale Volumentomografie) jedoch deutlich bessere Informationen als herkömmliche 2D-Aufnahmen. Mit ihnen lassen sich die Strukturen des Kauapparates wie das Volumen des vorhandenen Knochenangebotes und die Lage des Zahnnervs deutlich präziser bestimmen. DVT-Aufnahmen sind die perfekte Grundlage für eine digitale Implantatplanung am Bildschirm, die es uns einfacher macht, die idealen Implantatgrößen und Implantatpositionen zu bestimmen.

    Die Plandaten für die Platzierung der Implantate können wir bei Bedarf in einer „Bohrschablone“ fixieren. Die individuell gefertigte Schablone legen wir vor Einsetzen der Implantate auf den Kieferkamm gelegt und ermöglichen so einen präzisen, sicheren und schonenden Ablauf des Eingriffs.

    Heil- und Kostenplan

    Die Ergebnisse aus der Planung dienen anschließend unseren zahnmedizinischen Verwaltungshelferinnen als Grundlage für die Erstellung Ihres individuellen Heil- und Kostenplans. Bei umfangreichen Arbeiten bekommen Sie einen gesonderten Termin bei unserer zahnmedizinischen Verwaltungshelferin Frau Frenzel, die Ihnen die einzelnen Abrechnungspositionen erklärt. Sie ist auch bei allen aufkommenden Fragen Ihre freundliche und kompetente Ansprechpartnerin. Selbstverständlich stehe auch ich, Dr. Nikolaus Gutsche, Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.

    Wurden Sie uns von Ihrem Hauszahnarzt überwiesen, besprechen wir mit ihm die Ergebnisse unserer Planung, so dass er Ihre prothetische Versorgung (Zahnbrücke oder Zahnprothese) passgenau für Sie anfertigen lassen kann.

  • Phase 3: Eventuell notwendige Vorbehandlungen

    Manchmal müssen wir vor dem implantologischen Eingriff bestimmte Vorarbeiten vornehmen. Hierzu gehören

    • Kariesbehandlung
    • Parodontitisbehandlung
    • Kieferorthopädische Zahnkorrektur
    • Knochenaufbau

    Den Knochenaufbau können wir in vielen Fällen in einem mit der Implantation vornehmen.

  • Phase 4: Einsetzen des Implantats oder der Implantate

    Am Tag der Operation werden die geplanten Implantate in den Knochen eingesetzt. Bis zu 16 Implantate können wir in einer Sitzung einbringen. Eine örtlicher Betäubung, Sedierung, Vollnarkose oder Hypnose sorgt dafür, dass Sie beim Eingriff keine Schmerzen haben. Über die Art der Schmerzlinderung entscheiden Sie selbst. Wir beraten Sie gern zu den möglichen Optionen.

    Wie läuft die Behandlung ab?

    Zunächst klappen wir das Zahnfleisch auf und bohren mit speziellen Instrumenten ein Loch für das Implantat in den Knochen. Anschließend setzen wir das Implantat vorsichtig ein. In einigen Fällen kann es notwendig sein, vorher oder in einem Zug mit der Implantation einen Knochenaufbau durchzuführen, damit das Implantat einen sicheren Halt findet. Im Anschluss klappen wir das Zahnfleisch wieder zu und vernähen es. Jetzt darf das Zahnimplantat einige Monate in Ruhe einheilen. Wie lange die Einheilzeit dauert, hängt vom Knochenangebot, den Selbstheilungskräften des Körpers sowie anderen Begleitumständen ab. Bei Rauchern beispielsweise dauert die Einheilzeit in der Regel etwas länger. Um Zeit zu sparen, arbeitet unsere Zahntechnikerin bereits parallel und stellt in handwerklicher Feinarbeit Ihren Zahnersatz her.

  • Phase 5: Eingliedern des endgültigen Zahnersatzes

    Nach vollständiger Einheilung legen wir das Implantat wieder frei. Befinden sich die Anteile der beweglichen Schleimhaut dicht am Implantathals, legen wir zur Stabilisierung des Implantates ein freies Schleimhauttransplantat. Auf dem freiliegenden Ende des Implantats / der Implantate bringen wir jetzt Ihren endgültigen Zahnersatz auf. Wir empfehlen individuelle Aufbauten aus dentaler Hochleistungskeramik oder Hochleistungskunststoffen.

    Da wir mit modernster 3D-Technologie arbeiten, sind oftmals nur noch kleinste Korrekturen für die Passgenauigkeit der prothetischen Versorgung notwendig. Ihr Zahnersatz ist sofort belastbar. Sie verlassen unsere Praxis also gleich mit neuen Zähnen, die kaum von natürlichen zu unterscheiden sind.

  • Phase 6: Implantat-Nachsorge

    Damit Ihnen Ihr neuer Zahnersatz so lange wie möglich erhalten bleibt, empfehlen wir Ihnen regelmäßig unsere spezielle Implantatnachsorge (Implantatprophylaxe) in Anspruch zu nehmen. So schützen Sie Ihre Zähne und Ihre Investition. Selbstverständlich erhalten Sie von uns auch Tipps für eine optimale häusliche Implantatpflege.

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